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Die Finanzkrise und die Folgen

Die Nachrichten sind voll von der Finanz- und Wirtschaftskrise und ihren Folgen. Wir gehen auf Spurensuche und fragen: Wie entstand eigentlich die Finanzkrise? Immer wieder streiten Politiker und Wirtschafts-Wissenschaftler darüber, ob eine Inflation oder eine Deflation als Folge der Krise entsteht. Doch was bedeuten die beiden Begriffe eigentlich?

Inflation: Die Preise steigen
Das Wort Inflation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „das Sich-Aufblasen“. Gemeint ist die Tatsache, dass Waren und Dienstleistungen über einen längeren Zeitraum immer teurer werden. Dabei nimmt die Geldmenge im Vergleich zur Warenmenge zu. So kostet ein Liter Milch zum Beispiel statt 55 Cent plötzlich 60 Cent. Geschieht diese Geldentwertung über einen längeren Zeitraum, sinkt natürlich auch die Kaufkraft der Löhne. Gewerkschaften fordern deshalb regelmäßig Lohnsteigerungen als „Inflations-Ausgleich“.

Experten unterscheiden zwischen leichter und schwerer Inflation. Bei der leichten Inflation steigen die Preise im Bereich von null bis zwei Prozent pro Jahr. Die leichte Inflation sorgt bei den meisten Konsumenten für einen Kaufanreiz und ist damit gut für die Wirtschaft. Bei einer schweren Inflation (ab fünf Prozent Preissteigerung pro Jahr) nimmt der Wert des Geldes stark ab. Viele Menschen beginnen dann in sichere Werte wie Immobilien oder Gold zu investieren und vermeiden den Konsum. Daher ist eine schwere Inflation schlecht für die Wirtschaft. Derzeit liegt die Inflations-Rate in Deutschland deutlich unter einem Prozent. Experten halten einen Wert von um die zwei Prozent für ideal für ein stabiles Wirtschaftswachstum. 

Deflation: Plötzlich wird alles billiger
Eine Deflation (lateinisch: "wegblasen") entsteht meist in Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs. Die Konsumenten versuchen Geld zu sparen und geben weniger für Waren- und Dienstleistungen aus. Unternehmen reagieren mit Preissenkungen, um den Verkauf wieder anzukurbeln. In Erwartung weiterer Preissenkungen warten die Kunden jedoch häufig weiter ab. Die Folge: Die Warenmenge steigt im Verhältnis zur Geldmenge an. Deshalb drosseln die Unternehmen ihre Produktion und investieren nicht in neue Fabriken. Arbeitsplätze gehen verloren. Da auch der Wert von Immobilien sinkt, die meist auf Kredit finanziert sind, droht speziell Hausbesitzern eine Überschuldung. Die Deflation erkennt man an einer negativen Inflations-Rate von unter 0 Prozent. Die Zentralbanken haben wenig Möglichkeit gegenzusteuern. Oft werden die Leitzinsen gesenkt und so Kredite günstiger. Doch das begünstigt eine Überschuldung der Bevölkerung. Auch zusätzliche staatliche Ausgaben, zum Beispiel beim Bau von Schulen, können eine Deflation eindämmen.

Das Lexikon der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ erklärt die Begriffe Inflation und Deflation ausführlich.

Inflation
Deflation

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