Wahrscheinlich besitzt du ein Sparkonto oder nutzt bereits dein erstes Girokonto. Dann hast du schon zwei Produkte kennengelernt, die von Banken angeboten werden. Doch woher bekommen die Kreditinstitute ihr vieles Geld und wie vermehren Sie es?
Vom Leihen und Verleihen
Eigentlich sind Banken eine Art Vermittler. Auf der einen Seite gibt es Menschen die Geld gespart haben und ihr Guthaben anlegen möchten. Auf der anderen Seite brauchen Menschen Kredite, vielleicht um eine Firma aufzubauen oder große Anschaffungen wie den Hausbau zu finanzieren. Die Banken vermitteln zwischen den Kunden die Geld anlegen möchten und solchen, die es ausleihen. Wer einen Kredit aufnimmt muss dafür Sollzinsen bezahlen. Umgekehrt erhalten Sparer bei der Bank Habenzinsen für ihre Einlage. Natürlich sind die Sollzinsen höher als die Habenzinsen, nur so macht die Bank Gewinn.
Wer bestimmt eigentlich die Höhe der Zinsen?
Grundsätzlich kann jede Bank ihre Zinssätze selbst festlegen. Oft richten sich die Kreditinstitute jedoch nach dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Denn bei dieser Staatsbank können Geschäftsbanken selbst Kredite aufnehmen und das Kapital dann an ihre Kunden weiterreichen. Der „Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft“ gibt an, wie viel Zinsen die EZB von den Banken für das geliehene Kapital verlangt.
Zinsen beeinflussen auch die Geldmenge
Die EZB kann über ihren Leitzins auch die Geldmenge am Markt steuern. Bei niedrigen Zinsen werden vermehrt Kredite aufgenommen, die Geldmenge steigt. Umgekehrt sorgt ein hoher Zinssatz für einen Rückgang der Kreditnachfrage, die Geldmenge sinkt. Das Ziel der EZB ist dabei eine starke Währung.
Welche anderen Einnahmequellen die Banken haben und was der Unterschied zwischen Aktiengesellschaften und Genossenschaften sind, verraten wir dir in der aktuellen VR-Go.