Ob Supermarkt, Kiosk um die Ecke oder der Lieblings-Klamottenladen – für uns ist das Bezahlen mit Geldscheinen oder der Bankkarte ganz normal. Dabei hat das Geld als universelles Tauschmittel eine lange Geschichte. Bereits im 7. Jahrhundert vor Christus tauchten die ersten Münzen auf. Deutlich später werden auch Geldscheine als Tauschmittel akzeptiert. Doch wer erfand die ersten Scheine? Und wer garantiert heute den (Gegen-)Wert der bunten Papiere? Einige Fragen klären wir hier. Den ganzen Artikel findest du wie gewohnt in deiner aktuellen VR-Go.
Vom Münzgeld zu „dicken“ Scheinen.
Zur Frühzeit des Handels schätzten Kaufleute Münzen, die einen eigenen Wert hatten. Meist wurden diese aus Edelmetallen wie Kupfer, Silber und Gold gegossen. Der Vorteil: Die seltenen Metalle konnten auch eingeschmolzen werden. Das Münzrecht war meist den Herrschern, also Königen, Fürsten und der Kirche vorbehalten. Deren Münzsiegel garantierte ein einheitliches Gewicht und damit den Wert der Währung. Natürlich waren die schweren Münzen schlecht zu transportieren. So kamen die Chinesen im 11. Jahrhundert nach Christus auf die Idee, Papiergeld auszugeben. Allerdings konnten die Scheine jederzeit in wertvolle Münzen zurückgetauscht wer den.
Wer garantiert den Wert der Scheine?
In Europa kamen 1483 in Spanien die ersten Scheine in Umlauf. Der schwunghafte Welthandel sorgte einige Jahrhunderte später für eine Münzgeldknappheit. Auf der internationalen Währungskonferenz 1876 einigten sich die Staaten schließlich auf den sogenannten Goldstandard. Die Staaten garantierten den Bürgern, Geldscheine jederzeit in Goldmünzen umtauschen zu können. Dafür hielten die Zentralbanken große Goldmengen bereit. 1972 wurde der Goldstandard in den USA abgeschafft. Viele andere Staaten zogen nach. In den einzelnen Ländern wachen nun die Zentralbanken über die Geldmenge und damit über die Stabilität ihrer (nationalen) Währung. Für alle Euro-Staaten übernimmt die Europäische Zentralbank (EZB) diese Aufgabe. Je nach Wirtschafts-Entwicklung innerhalb der EU kann die EZB die umlaufende Geldmenge erhöhen oder verringern. Ziel der EZB ist eine stabile Währung und damit stabile Preise für Waren und Dienstleistungen.
Und was sind nun bitte Wechselkurse?
Weltweit gibt es viele verschiedene Währungen, wie beispielsweise den US-Dollar, den japanischen Yen oder das englische Pfund. All diese Währungen sind frei konvertierbar. Das bedeutet, du kannst diese Währungen gegeneinander umtauschen. Je nachdem, welches Geld gerade besonders gefragt ist, schwankt der Tauschkurs. Würden alle Deutschen plötzlich auf einmal nach England reisen wollen und Euro in Pfund tauschen, stiege der Wert des Pfunds. Umgekehrt steigt der Eurokurs, wenn alle Engländer plötzlich die EU-Währung besitzen möchten. Wie am Markt üblich, bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Devisenhändler nutzen das Auf und Ab der Wechselkurse und verdienen am Spekulieren mit Währungen.